[Rezension] „Biss der Wölfin“ von Kelley Armstrong

"Biss der Wölfin", Kelley Armstrong
“Biss der Wölfin”, Kelley Armstrong

Titel: “Biss der Wölfin”
Autor: Kelley Armstrong
Verlag: Knaur TB
Taschenbuch: 480 Seiten
Ebook: Ja

Ich bin Elena Michaels-Fan der ersten Stunde, der “Biss der Wölfin” war also nur eine Frage der Zeit. Den Debüt-Roman von Kelley Armstrong „Bitten“ habe ich vor Ewigkeiten verschlungen und ich war ganz begeistert, als ich vor ein paar Wochen auf A**** den neuesten Band gefunden habe. Ihr könnt euch vorstellen, wie entsetzt ich war, als ich das Erscheinungsdatum gesehen habe. 2012!!!! Oh mein Gott, das war komplett an mir vorbei gegangen, vermutlich war ich nur mit Kindern und Diana Gabaldon beschäftigt. Okay, also ganz schnell gekauft und ganz schnell gelesen. Traf sich gut, dass ich krankheitsbedingt ein paar Tage Zeit hatte. 🙂

Das Buch “Biss der Wölfin” habe ich ganz schnell verschlungen, es ließt sich wie der typische Kelley Armstrong-Roman, Elena und Clay klären mysteriöse Mordfälle auf, mal war es Jack the Ripper, diesmal ist es etwas persönlicher Natur.

Zusammenfassung von “Biss der Wölfin”

Kurz zur Story: Elena jagt einen jungen Werwolf, der auf die schiefe Bahn und an zwei Mutts geraten ist, die ihm ihre Menschenfresserei anhängen wollen. Das hat System, denn einmal haben diese beiden es schon durchgezogen. Elena folgt dem Jungen bis ins winterliche Anchorage, und wo sie schon mal dort ist, so soll sie bei einem Ex-Rudel-Mitglied vorbeischauen… Mysteriöse Morde haben ebenfalls ihre Aufmerksamkeit erweckt, denn es ist nicht nur Elenas Rudelaufgabe, Mutts zu jagen, sondern auch Mordfälle, die nach (Wer)wolfattacken aussehen, aufzuklären oder besser noch gesagt – unter den Teppich zu kehren. Tatkräftig wird sie dabei von ihrem Jetzt-Ehemann Clay unterstützt.

Die Geschichte kommt zügig in Gange und ich habe mich tierisch auf die Interaktionen zwischen Clay und Elena gefreut, aber ich wurde leider sehr enttäuscht. In den anderen Büchern prickelte es förmlich zwischen ihnen, die Stimmung war wie aufgeladen und das Lesen war total anregend. Die Autorin hat zwar versucht, ihr Spiel miteinander mit viel Erotik und Reizen zu würzen, aber man merkt leider schon, dass Clay und Elena jetzt verheiratet und Eltern sind. Die Zwillinge sind toll und mit ihnen hat die Autorin die Möglichkeit, weitere Romane auf den Markt zu werfen, aber der anfängliche Biss zwischen Elena und Clay ist verflogen. Zumal auch immer deutlicher wird, dass Clay gar nicht der blutrünstige Psychopath ist, der er in den ersten Büchern vorgegeben hat zu sein. Er ist halt doch ein Intellektueller in einem kräftigen Körper und alles andere war Show. Die Show wird ihm nur nicht mehr abgekauft, sein Arm macht auch nicht mehr so mit wie vor der Zombie-Attacke und der Zahn der Zeit nagt ebenfalls an ihm. Alles in allem ist Clay ziemlich fad ausgefallen. Ich kann seine Entwicklung durchaus nachvollziehen und die Erklärungen sind schlüssig, aber der andere Clay hat mir mehr Spaß gemacht.

Nichtsdestotrotz agieren Elena und Clay gut miteinander, das Buch macht Spaß, es ist interessant, spannungsgeladen und actionreich. Die Erotik kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz und die kurzen Passagen mit den Zwillingen sind sehr erheiternd, nur manchmal unmissverständlich. Ich habe selbst eine 4jährige und was die Zwillinge bringen, das bringt kein 3jähriger zu Stande, sorry, die Zwillinge wirken eher wie 5.

Meine Meinung zu “Biss der Wölfin”

Der “Biss der Wölfin” ist also absolut lesenswert, gerade für Fans von Kelley Armstrong!

Bevor ich mich verabschiede, wollte ich noch kurz etwas zu der neuen Bitten-Serie sagen, denn die dortige Besetzung der Elena ist ABSOLUT nicht treffend. Elena ist eine waschechte Blondine, die Tusse, die für die Besetzung gewählt wurde, ist platt und platinblond und sowas von gefärbt! Das geht garnicht. Elena wird als knochig und jungenhaft beschrieben, dürr, drahtig. Aber das, was dem Publikum da als Elena Michaels präsentiert wird, ist es nicht wert, angeschaut zu werden. Deshalb habe ich auch keine Minute an diese Serie verschwendet, vielleicht tue ich es noch… irgendwann. Aber dazu muss ich mich erst mal an das Erscheinungsbild von Elena gewöhnen…. Nach Clay wollte ich gar nicht erst suchen. * grusel*

Edit: Ich habs doch getan, ich habe mir die Serie doch angetan. Dazu folgt eine eigene Rezension. 🙂

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