[Rezension] »Catron – Die Melodie der Sterne« von Anja Berger

Catron: Die Melodie der Sterne von Anja Berger
Catron: Die Melodie der Sterne von Anja Berger

Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, Anja Berger die versprochene Rezension zu »Catron – Die Melodie der Sterne« zu schreiben. Lag schlichtweg daran, dass ich einfach zu viel um die Ohren hatte, so kurz vor dem Urlaub mit einer vierköpfigen Familie. 😉 Aber jetzt sitze ich in einem wunderschönen, gemütlichen Ferienhaus und es schüttet wie aus Eimern. Wir sind gerade von einem gemütlichen Wanderausflug zurückgekommen, nass bis auf die Knochen und mit warmem Kaffee halbwegs wieder aufgetaut. Zeit, die versprochene Rezension zu schreiben. 🙂

 

Aber worum geht es in »Catron – Die Melodie der Sterne«?

Kira Sanders, Studentin und begeisterte Flötenspielerin, gerät auf dem Heimweg in einem kleinen Waldstück in einen Sturm. Im Tosen des Windes meint sie, eine seltsame Melodie zu hören. Sie nimmt diese Melodie mit ihrer Flöte auf und beginnt zu spielen. Dass es sich bei dieser Melodie um einen Hilferuf aus einer fremden Welt handelt, erfährt sie erst Wochen später. Sie wird durch den Sturm in eine andere Welt gezogen. Diese mittelalterlich anmutende Welt voller Magie und Zauberer wird von geheimnisvollen dunklen Wesen bedroht und Kira gerät geradewegs in einen Angriff dieser Wesen. Der fremden Sprache nicht mächtig, kann sie sich nicht erklären und wird von einem Heiler unter seine Fittiche genommen. Nur während der Zauberer Skjaldan anwesend ist und er magisch für sie übersetzt, kann sie sich erklären.
Nach und nach entdecken Skjaldan und der Barde Elmaryn Kiras Andersartigkeit und als sie eines Abends am Lagerfeuer zur Flöte greift und ihr Spiel fließen lässt, entfaltet sich plötzlich ihre Magie. Skjaldan nimmt Kira fortan unter seine Fittiche und alsbald erkennt er, dass sie auf Moanirs Ruf gekommen ist. Es dauert lange, bis Kira endlich bereit ist, zu helfen. Sie hat keine Ahnung, wie ihre Hilfe überhaupt aussehen kann. Und noch ehe sie überhaupt in Quo angekommen ist, wird sie von Catrons Rat entführt. Quo vertritt das Licht, Catron die Dunkelheit und für Kira steht fest, dass nur das Licht auch das Gute sein kann. Allerdings sind die dunklen Magier aus Catron nicht wirklich böse… Kira weiß längst nicht mehr, wem sie vertrauen kann! Sie wankt zwischen Licht und Dunkel und findet überall Freunde wie Feinde.

Das Cover zu »Catron – Die Melodie der Sterne«

Erstmal vorweg: Das Buch ist ein Selfpublisher-Buch, verkörpert aber einen so hohen Standard, sowohl im Schreibstil, in der Geschichte als auch in der technischen Umsetzung in eBook und Taschenbuch, dass das überhaupt nicht auffällt. Das Cover ist erstklassig. Es zeigt das Symbol von Catron und ein farbenprächtiges Gebirge, dass zum Träumen einläd. Ich war von Anfang an von diesem Cover angezogen. Und das zeigt wieder einmal, wie wichtig auch im SP-Bereich die Professionalität ist. Das Cover ist das A und O, das Aushängeschild eines Buches. Darüber erreicht man die Leser. Der Text kann noch so hervorrangend, der Druck noch so erstklassig, die Geschichte noch so fantastisch sein, wenn das Cover hingt, kommt der Leser erst gar nicht bis zum Klappentext, sondern hat das Buch vorab schon weggelegt.
Das Cover von »Catron – Die Melodie der Sterne« ist perfekt! Es erregt Aufmerksamkeit, es reizt und ist ein Eyecatcher. Was will man mehr? Alles perfekt umgesetzt.

Meine Meinung zu »Catron – Die Melodie der Sterne«

Wunderschönes Fantasy-Buch mit jungem Hauptcharakter, der munter durch alle Gefahren stolpert und sich nur mit müh und Not retten kann. Kira ist zwar mit übermächtigen Fähigkeiten ausgestattet, aber sie beherrscht sie noch nicht, hat keinerlei Ahnung, zu was sie fähig ist. Skjaldan formuliert das einmal sehr schön: sie ist ein intuitiver Magier und allein ihr Gedanke könnte sie umbringen. Sie muss also sehr vorsichtig sein. Aber ihre Fähigkeiten sind dennoch so stark, das selbst erfahrene Magier wie Skjaldan oder Shadar mühelos von ihr ausgespielt werden können. Shadar – Catrons Magier – muss also tief in die Trickkiste greifen, um Kira zu entführen und auch das gelingt ihm nur mit knapper Not.
Mir gefallen Charaktere, die nicht stupide in Schwarz und Weiß aufgeteilt sind. Bei »Catron – Die Melodie der Sterne« ist das ganz klar der Fall. Leander – Quos Erzmagier – scheint ein sehr unangenehmer Zeitgenosse zu sein, obwohl er für Quo – das Licht – steht. Während Shadar und seine Kollegen deutlich sympathischer erscheinen, obwohl sie doch für die Dunkelheit stehen. Sehr verwirrend, aber umso spannender. Kira ist mit ihren mächtigen Fähigkeiten schon ein wenig zu übermächtig, das wird durch ihre Unwissenheit wettgemacht. Sie ist sehr sympathisch, freundlich, liebenswert. Ich hoffe, ihre befreiende Art hilft, das Gleichgewicht der beiden Welten wiederherzustellen.

Fazit zu »Catron – Die Melodie der Sterne«

Wundervolles High-Fantasy (HIGH deswegen, weil wir uns nur sehr kurz in der realen Welt befinden) Abenteuer, das Lust auf MEHR macht. Und mehr gibt es auch. Im 2. Band muss sich Kira um Skjaldan bemühen, der ihre – Achtung Spoiler! – Wahl der Dunkelheit nicht gutheißen kann. Wie kann er auch! Er weiß es ja nicht besser. 🙂

Und hier könnt ihr das Buch »Catron – Die Melodie der Sterne« erwerben

Wollt ihr noch weitere Rezensionen von mir lesen? Hier findet ihr eine Übersicht: Rezensionen

One Reply to “[Rezension] »Catron – Die Melodie der Sterne« von Anja Berger”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.