[Rezension] »Edingaard – Der Pfad der Träume« von Elvira Zeißler

Elvira Zeißler - Edingaard - Der Pfad der Träume
Elvira Zeißler – Edingaard – Der Pfad der Träume

Ich bin über eine Wandergruppe an dieses wundervolle Buch geraten und bin vollkommen gefesselt. Am Anfang hatte ich zwar ein paar Probleme, in die Sprache von Elvira Zeißler hereinzufinden, aber zum Ende hin konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ganz zum Unwillen meiner Familie. 😉
In »Edingaard – Der Pfad der Träume« von Elvira Zeißler erzählt die Autorin die Geschichte von Cassy. Wir lernen sie als ganz gewöhnliche, vielleicht etwas verträumte Studentin kennen. Die Autorin lässt in »Edingaard – Der Pfad der Träume« die Träume von Cassy so real erscheinen, dass sich die junge Frau darin zu verlieren droht.

Kurze Zusammenfassung von »Edingaard – Der Pfad der Träume« von Elvira Zeißler

Aber ohne zu spoilern, denn das würde den Lesespaß ziemlich schmälern. 😉
Wie bereits erwähnt, ist die Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte zu neunzig Prozent erzählt wird, Studentin und hat ein dementsprechend hektisches Leben. Wenn sich ihre Probleme häufen und auch jede Nacht, flüchtet sie sich in ihre Träume. Denn im Schlaf trifft sie Julien, seit frühester Kindheit wuchs er an ihrer Seite auf. Und er ist wirklich ein Goldschatz, einfühlsam, liebevoll, verständig, so dass man sich nur in ihn verlieben kann. *zwinker* Cassy ist so von Julien eingenommen, dass sie noch keine richtige Beziehung außerhalb ihrer Träume hatte.
Als sie das Gefühl hat, von einem bösartigen Mann verfolgt zu werden, berichtet sie Julien davon. Er warnt sie eindringlich, sich vor diesem Kerl in Acht zu nehmen. Und als die Gefahr zu groß für Cassy wird, offenbart ihr Julien, dass er nicht einfach nur in ihren Träumen existiert, sondern dass er ein Gefangener in einer entfernten Welt ist und nur sie ihn retten kann. Das ist starker Tobak, doch Cassy hat sich mittlerweile so sehr in Julien verliebt, dass sie nicht einen Moment zögert. Die Gefahr des zwielichtigen Typen drängt sie zusätzlich.
Cassy begibt sich in diese ferne Welt – Edingaard – und stolpert von einer Gefahr in die nächste. Jede überlebt sie nur mit knapper Not. Cassy bemerkt es zwar nicht, ist sie doch in ihrer rosaroten, verliebten Gedankenwelt gefangen, aber dem Leser wird schnell klar, dass Brin, der zwielichtige Typ, der sie auch nach Edingaard verfolgt, nicht die eigentliche Bedrohung ist. Doch sie verfolgt verbissen ihr Ziel.
Cassy wird von allen Seiten bedroht, es finden sich nur wenige Freunde, die ihr helfen wollen und sie stolpert durch diese neue Welt, ständig bedroht. Oft erliegt sie ihren Tränen.
Aber ich möchte nicht zu viel verraten, ich kann nur sagen, dass es zwei weitere Teile gibt, die ich hoffentlich zwischen die Finger bekommen werde. Denn das Ende des Buches ist erst der Anfang. 🙂

Meine Meinung zu »Edingaard – Der Pfad der Träume« von Elvira Zeißler

Gut, wirklich gut. Auch wenn die Sprache noch etwas ausgefeilter werden könnte und zuweilen etwas holprig wirkt, ist die Geschichte wunderbar durchdacht. Die Autorin greift spielerisch lose Fäden auf und ich hatte des Öfteren einen AHA-Effekt. Auch erzählt sie in wohl dosierten, der Geschichte angepassten Häppchen von Edingaard, von seiner Vergangenheit, von Julien, von den Gefahren. Sie entwickelt neue Wesen, die ich so noch nie gesehen habe und am wirklich Beeindruckendsten fand ich ihre Pegasusse.
Cassys Entwicklung ist durchaus glaubhaft, sie wird – je länger sie sich in Edingaard aufhält – immer stärker, selbstbewusster, zielgerichteter und kann so allen Gefahren trotzig die Stirn bieten.
Brins Geschichte ist tragisch und ihn als Spielball einer – wie soll ich sagen, unsympathischen – Göttin zu sehen, schmerzt sehr. Er tut mir auf ganzer Linie einfach nur leid und ich hoffe wirklich, dass er vielleicht mit Cassy seinen Frieden findet.

Das Cover von »Edingaard – Der Pfad der Träume« von Elvira Zeißler

Der absolute Hammer! Dem Coverdesigner würde ich einen Orden verleihen! 🙂 Selbst meine fünfjährige Tochter erkannte sofort das Pegasus. Ich hoffe, die Autorin hat noch mehr Passagen mit den geflügelten Pferden in den Folgebänden parat! Man merkt wirklich, dass ihr das Spaß gemacht hat. Außerdem mag ich die Schnörkel um den Titel, sie werden im Buch als Trenner aufgegriffen, umspannen auf der Rückseite in Zitat, sehr stilvoll. 😉

Fazit: Phantasieunterhaltung im jungen-Erwachsenenstil mit einem Hauch – aber wirklich nur einem winzigen Häuchlein – Erotik.

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