[Rezension] Fenrir – Weltenbeben von Asuka Lionera

Fenrir - Weltenbeben von Asuka Lionera
Fenrir – Weltenbeben von Asuka Lionera

Titel: »Fenrir – Weltenbeben«
Autor: Asuka Lionera
Verlag: Drachenmond
ebook: ja

Als ich auf der Leipziger Buchmesse war und am Stand vom Drachenmond-Verlag vorbei schlenderte, fiel mir Fenrir – Weltenbeben von Asuka Lionera sofort ins Auge. Deshalb werde ich in dieser Rezension erstmalig auch das Cover hervorherben. Denn genau das war es, was meine Aufmerksamkeit erweckt hat. Wie bereits bekannt, habe ich einen ausprägten Hang zur nordischen Mythologie und wenn ein Buch dann auch noch »Fenrir« groß und fett auf dem Titel stehen hat? Genau, ich kam nicht dran vorbei. 🙂 Aber immer der Reihe nach. Zunächst möchte ich euch mit einer kurzen Inhaltsangabe den Mund wässrig machen.

Inhaltsangabe zu Fenrir – Weltenbeben von Asuka Lionera

Ihren Auftakt nimmt die Geschichte um die junge Archäologie-Praktikantin Emma in einer Bar. Der Leser lernt Emma als zu groß, zu tollpatschig und nicht besonders erfolgreich in Sachen Männer kennen. Sie arbeitet für zu wenig Geld und relativ unregelmäßig. Nachdem sie die Bar ohne Begleitung und ziemlich mies gelaunt wieder verlassen hat, wird sie von ihrem Chef noch in der Nacht zu einer neuen Ausgrabung nach Island beordert. Eigentlich sollte sie zwei Wochen Heimaturlaub genießen, doch der wurde durch einen zahlungskräftigen Kunden ersatzlos gestrichen. Also rafft Emma in aller Eile ihre Ausrüstung zusammen, stellt von warm auf kalt um und sitzt am nächsten Morgen im Flieger ins frostige Island.
Dort wird sie aber offensichtlich von ihrem Team vergessen und strandet mit Sack und Pack mitten im nirgendwo. Keine Menschenseele erwartet sie am Rollfeld. Nachdem die Ärmste ein paar Stunden gewartet hat, beschließt sie, loszulaufen. Sie ohrfeigt sich dafür ständig selbst und schlussendlich stürzt sie im isländischen Dämmerlicht in eine Felsspalte. Sie ist zwar unverletzt, kann sich aber nicht selbst aus der Spalte befreien. Zudem ist es Dunkel und kalt und sie findet einen Höhleneingang! Dort trifft sie die Entscheidung ihres Lebens. Sie befreit einen angeketteten Wolf, statt – wie Verstand und Logik ihr ständig zuschreien – davonzurennen.
Der Titel des Buches lässt bereits vermuten, WEN die arme Emma da befreit hat und wer sich ein wenig in nordischer Mythologie auskennt, reibt sich bereits erwartungsvoll die Hände. Pah, Emma hat Fenrir befreit! Auf gehts zu Ragnarök! *juchu*
Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht und es beginnt ein unglaublich facettenreiches Abenteuer über Liebe und Opferbereitschaft.

Das Cover zu Fenrir – Weltenbeben von Asuka Lionera

Absolut traumhaft! Der Drachenmond-Verlag ist ja bekannt für seine traumhaft schönen Cover, aber Fenrir – Weltenbeben ist der Hammer! Man sieht am oberen Ende den heulenden Wolf – selbstverständlich muss ein Wolf in das Cover! Er steht auf dem Weltenbaum Yggdrasil, der den Betrachter regelrecht gefangen hält mit seinem teuflisch anmutenden Blick. Der Hinweis auf die Gefahren, die sich im Inneren des Weltenbaumes wiederfinden, ist hier sehr passend versteckt. Dazu dann die Flammen, das Feuer. Boah, ich bin immer noch hin und weg. Obwohl ich das Buch als ebook erworben habe, werde ich es mir wohl auch als Print ins Regal stellen. So ein schönes Cover muss doch richtig zur Geltung kommen!

Meine Meinung zu Fenrir – Weltenbeben von Asuka Lionera

Ob ich den komplizierten Namen der Autorin jeh hinkriege? JA! Gleich beim ersten Anlauf hat es geklappt. *freu* Aber gut, ich möchte nicht abschweifen sondern meine Meinung kund tun.
Fenrir – Weltenbeben hat mir sehr gut gefallen und ich habe es inhaliert! Gesuchtet möchte ich fast sagen. Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben und wir Leser erhalten einen ausführlichen Einblick in Emmas Gefühlsleben. Später wechselt der Erzähler immer mal zu Wulf/Fenrir, aber das stört nicht weiter, da diese Passagen meistens nicht von Emma erzählt werden konnen, weil nicht anwesend oder bewusstlos.
Natürlich habe ich einen phantastischen Roman erwartet, aber Fenrir – Weltenbeben verlässt bald die Erde und wir springen munter zwischen Asgard und Midgard hin und her, machen diverse Abstecher nach Helheim und lernen allerhand Familienmitglieder von Wulf kennen, die so gar keine Ähnlichkeit mit der landläufigen Vorstellung von Göttern haben. Asuka rückt sie ins rechte Licht und lässt uns Intrigen, Verrat und Täuschungen kennen lernen.
Was mich ein wenig gestört hat, war das endlose Innenleben von Emma. Sie schwafelt wirklich ohne Unterbrechung und ich musste teilweise zurückblättern, weil ich den Gesprächsfaden durch ihre Abschweifungen vollkommen verloren habe. Nichtsdestotrotz ist das Buch für jeden Asgard-Fan absolut empfehlenswert, allein schon wegen der ständigen Hinweise von den Thor-Film. Ein paar Lacher bleiben da nicht aus.
Ich möchte nicht spoilern, deshalb halte ich mich zurück mit dem Ende. Aber es war sehr… überraschend. 🙂

Quelle Bilder: http://www.amazon.de

4 Replies to “[Rezension] Fenrir – Weltenbeben von Asuka Lionera

    1. Ja, außnehmend gut. 🙂
      Wow, dein Cover ist große Klasse! Und du siehst, es hat seine Wirkung nicht verfehlt. Leser gefunden, Leser gefangen, Leser rezensiert. ^^ Ich werde selbstverständlich auch noch beim großen Onlinehändler eine Bewertung für dich dalassen. 🙂

    1. Im Gegenteil! Es hätte noch viel länger sein können und auch eine Fortsetzung… aber leider hat die Autorin ja alle Enden perfekt verknüpft. Schade. 🙂
      Deinen Link nehme ich gerne an. Und natürlich besuche ich dich auch mal. 🙂
      LG,
      Danara

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