[Rezension] Netflix Marvels Jessica Jones, Staffel 1

Netflix Marvels Jessica Jones
Netflix Marvels Jessica Jones

Ich habe mich zunächst ziemlich um die Serie herumgedrückt. Jessica Jones hat mich schlichtweg nicht interessiert. Aber als ich dann auf dem Cover der ersten Season durch Zufall David Tennant gesehen habe, MUSSTE ich einfach reingucken. Ich mag ihn, vor allem durch seine schon legendäre Performance als Dr. Who. Aber als ich nach ein paar Folgen von Netflix Marvels Jessica Jones, Staffel 1 gemerkt habe, dass die Serie keineswegs jeden 0815-Fall Ala Mord der Woche verfolgt, sondern die Handlung Stück für Stück Jessicas Vergangenheit enthüllt, war ich schlichtweg gefesselt.

Inhaltsangabe zu Netflix Marvels Jessica Jones, Staffel 1

In der ersten Folge von Jessica Jones, Staffel 1 beauftragen die Eltern von Hope Shlotman Jessica, ihre vermisste Tochter zu finden. Jessica geht dabei ziemlich skrupellos vor und hat das Mädchen innerhalb kürzester Zeit gefunden. Sie liegt in einem Hotelzimmer und wiederholt ständig, dass sie sich nicht bewegen darf. Doch erst als Jessica sie ihren Eltern übergibt und das Mädchen kaltblütig auf sie schießt, wird Jessica eines klar: ER ist wieder da! Ich war gebannt. Wow, wer ist er! Und dann hat man kurz einen Blick auf IHN und ich wusste genau, das ist er! Diese Bewegungen! DAS ist er! JAO!!! David Tennant spielt die psychotischen Killgrave, dessen Befehle unbedingt befolgt werden müssen. Zeitweise bringt er mit nur einem Befehl ganze Lokale zum schweigen. Dabei ist Killgrave sehr egozentrisch und ja, psychotisch.
Jessica ist ihm schon einmal begegnet und hat mit seiner Fähigkeit unliebsamen Kontakt gehabt. Im Verlauf der ersten Staffel wird klar, dass sich Jessica durch irgendetwas von seiner Kontrolle befreien konnte und sie nun die einzigste ist, über die er keine Macht hat.
Im Verlauf der Staffel erfahren wir nicht nur stückchenweise Killgraves Vergangenheit, wie er zu dem wurde, was er ist, sondern es offenbart sich auch Jessicas Vergangenheit und ihre Beziehung zu Trish. Luke Cage und sogar Claire (ebenfalls aus Luke Cage und Iron Fist bekannt) spielen ebenfalls tragende Rollen. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber die Enthüllungen sind gewaltig! Wer sich ein wenig bei Wikipedia über Jessica und Luke informiert, wird schnell herausfinden, dass die beiden irgendwann wohl heiraten werden, wen wunderts? Sie ist stark und widerständsfähig wie nichts und Luke hat eine unzerstörbare Haut? Perfekt! Aber der Weg dorthin ist steinig und führt über Lukes verstorbene Ehefrau Reeva. Und jetzt hör ich auf, sonst wisst ihr bereits alle Enthüllungen und habt gar keine Lust mehr, euch diese grandiose Serie anzusehen.

Meine Meinung zu Netflix Marvels Jessica Jones, Staffel 1

WOW, einfach nur WOW. Jessica ist so richtig schön verkorkst, ich glaube, ich habe sie während der ganzen Staffel nicht nüchtern erlebt, geschweigedenn etwas normales essen oder etwas anderes trinken als Alkohol. Dennoch ist sie gegen aller Behauptungen ein guter Mensch. Sie sorgt sich um ihre Mitmenschen, die Killgrave-Opfer, ihre Nachbarn, ob sie nun drogensüchtig oder nerdig sind. Sie kann zwar ihre Zuneigung nicht zeigen, aber sie ist vorhanden. Ihre Stärke macht sie zudem ziemlich cool und lässig.
Mit David Tennant haben die Serienmacher die perfekte Verkörperung für Killgrave gefunden. Der Brite hat eine Ausstrahlung, der Hammer! Außerdem kann er so herrlich psychotisch und im gleichen Moment überaus charmant sein. Dazu diese Ausstrahlung! Ich mag ihn einfach.
Ich mag auch diese stückchenweise Enthüllung der Vergangenheit. Vor allem Jessica und Trish haben eine spannende Vorgeschichte. In den späteren Episoden der ersten Staffel wird immer mehr mit Flashbacks gearbeitet. Ich persönlich stehe nicht sonderlich auf Flashbacks, sie verwirren mich immer und ich brauche ein paar Momente, bis ich merke, dass das jetzt ein Rückblick ist.
Killgraves Vergangenheit wird anhand von Videoaufzeichnungen gezeigt.  Die Serienmacher spielen äußerst geschickt mit Killgrave, lassen den Zuschauer sogar Mitleid für ihn und seine ach so grausame Kindheit empfinden und als er es sogar schafft, dass sich Jessica freiwillig bei ihm niederlässt, hegt man fast sogar Hoffnung, dass sie ihn umdreht. Aber man wird brutal daran erinnert, dass Killgrave ein Psychopath ist und bleibt.

Ach, ich wünsche mir schnell, eine neue Staffel! Und nein, ich schreibe nicht, ob Jessica ihre Rache bekommt… Neinneinnein. 🙂
Die Serie verdient jedenfalls fünf Ausrufezeichen hinter fünf Sterchen.

Quelle Titelbild: http://www.kino.de

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