Rezension Netflix Zoo, Staffel 1

Cover Netflix Zoo
Quelle: http://www.filmstarts.de

Es gibt Serien, da ist man (und auch frau) vom ersten Augenblick an verliebt. Und dann wiederum gibt es Serien, mit denen ich mich echt schwer tue. „Zoo“ kann ich weder in die eine noch die andere Kategorie einordnen. Immerhin hat mich die erste Staffel von „Zoo“ so sehr fasziniert, dass ich nicht Folge für Folge Revue passieren lassen konnte, sondern alles in einem RUTSCH weggeguckt habe. Habe ich schon erwähnt, dass ich mein Netflix-Abo liebe? Es gibt nichts besseres als einen entspannten Serienabend ohne Zwischenfälle alá Werbung oder sowas lästiges wie Cliffhanger! Und tschüss bis nächste Woche!

Kurzer Handlungsabriss von “Zoo”, Staffel 1

Die erste Staffel von „Zoo“ fand ich wahnsinnig spannend! Die Serie handelt – grob gesagt von einer militant eingestellten Reporterin, einem Tier-Verhaltensforscher, einem Tierpathologen und einer französischen Geheimagentin, die von einer zu Beginn noch „geheimen“ Organisation beauftragt werden, einen fatalen Wandel im Verhalten der Tiere zu erforschen und – wenn möglich – umzukehren.
Die Geschichte beginnt in Afrika, Löwenrudel – ausschließlich Männchen – greifen Safari-Teilnehmer an und – Achtung! Jetzt wird es blutig! – zerfleischen sie regelrecht. Nur eine Person kann entkommen – rischisch! Die französische Geheimagentin Cloe mit dem unaussprechlichen Namen! Gerettet wird sie vom Tierverhaltensforscher Jackson Oz. Zusammen fliehen sie vor den Löwen, schlussendlich sogar zu Fuß. Die Löwen verfolgen sie regelrecht.
Parallel zu Jacksons und Chloes Handlung, werkelt sich die Reporterin Jaimie durch einen wüsten Sumpf aus Korruption und Arbeitsleben. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, einen großen Chemiekonzern zu vernichten. Der Konzern ist ihrer Meinung nach am Tod ihrer Mutter schuldig. Auch im Zoo von L.A. (? Ich habs schon vergessen…) Sind die Löwen los, brechen aus und metzeln sich durch die nächtliche Innenstadt. Jaime geht mit dem Wissenschaftler Mitch Morgen auf Forschungsarbeit. Irgendwann in der Mitte der Staffel trifft das Team zusammen. Cloe ist der Dreh- und Angelpunkt, denn ihre Arbeit als französische Geheimagentin (*prust*) in Highheels macht sie zur Anführerin. Sie hat nur Kontakt zu einem dubiosen Chef, der ihr aber mit ordentlichen Finanzen den Rücken stärkt. Jackson bringt noch den obligatorischen Sidekick alá „der große Schwarze mit der dicken Wumme“ mit und das Team ist komplett. Zusammen bearbeiten sie Folge für Folge einen anderen tierischen Zwischenfall, mal greifen Vögel an (Hitchcock!!) Oder sie jagen Wölfe, die einen Gefängnisinsassen befreien und als ihren Alpha ansehen. Stück für Stück nähern sie sich der Ursache der Tierangriffe.

Es gab im Verlauf der ersten Staffel von “Zoo” sehr viele Tierangriffe, aber der Beeindruckenste für mich war der Angriff der Ratten. Das war richtig “scary”. Es wird mit Geräuschen gespielt, mit Blicken, Soundeffekten, kurzen Erklären. “Was ist das für ein Geräusch?” – “Dieses Geräusch machen die Ratten, wenn sie ihre Zähne vor einem Angriff schärfen!” *UAHHHH* Sehr effektvoll!

Ganz zu Beginn der Serie, als man noch keine Ahnung hatte, woher die Bedrohung eigentlich kommt, fliehen Jackson und Cloe vor den Löwen. Normalerweise jagen ja nur die Löwinnen, bei “Zoo” jagen die Männchen… und zwar Menschen. Die Vorgehensweise hat doch sehr stark an die Jagd der Raptoren in Jurassic Park erinnert. Wie sie die Menschen einkreisen, Fluchtwege abschneiden, sich untereinander verständigen. Und so ist es mit allen Tieren: Sie verständigen sich rassenübergreifend! Wie Geschwister die erst durch das Auftreten eines gemeinsamen Feindes die Streitereien untereinander beilegen können.

Nervig: Plotholes… stümperhaftes Vorgehen… unverschämtes Glück. Okay, Jackson wird angeschossen, Abe von den Löwen auf einen Baum gezerrt, Chloe darf panisch rumrennen… aber sie kommen doch immer wieder mit heiler Haut davon. Das nervt ein wenig. Und das ständige “Wir dürfen die Tiere nicht töten!” Ja mei, sie wollen euch aber töten! Anscheinend können sie als Tierschützer ja doch nicht aus ihrer Haut raus…

Mein Fazit zur 1. Staffel von „Zoo“

Die erste Staffel hat mir persönlich großen Spaß gemacht, obwohl deutliche Plotfehler auftauchen. So jagt man doch keine angriffslustigen Wölfe, die ein Gefängnis überfallen haben – mit einer Netzpistole und sonst nix! Ist ja nicht so, als könnte man Wölfe im Stadtpark einfangen. Aber bei „Zoo“ hat es fast den Anschein, die Ausrüstung der sogenannten Jäger ist fast schon lächerlich. Und so geht es munter weiter.
Wen das nicht zu sehr stört, kann die Serie einigermaßen genießen. Zwar werden hin- und wieder auch Klischees bedient, aber die grandiosen Bilder mit den angreifenden Tieren überzeugen zumindest mich. Allein die überraschenden Wendungen! Ich möchte wirklich nicht zu viel verraten, weil das würde den Spaß schmälern, aber es sind ein paar eindrucksvolle Schocker im Verlauf der ersten Staffel zu sehen. Nur so viel: So geheim ist die Geheimorganisation gar nicht!
Zudem werden die Geschichten der einzelnen Protagonisten sehr schön in den Staffelverlauf eingeflochten. Wir lernen Mitch Morgan – der Wissenschaftler an Jamies Seite – als mürrischen Grieskram kennen, aber gen Ende der ersten Staffel entpuppt er sich als treusorgender Vater einer totkranken Tochter, der nur sein Kind retten will… aber ich fange an zu schwärmen. Natürlich, Klischees über Klischees. Aber gut verpackt mit ein paar hübschen Wendungen und tollen Tierbildern.

Eines noch:  Ich hasse Cliffhanger! Sie sind ein ganz mieses Mittel, um Zuschauer bei der Stange zu halten. Aber das grandiose Bild am Ende der ersten Staffel von Zoo lässt mich diesen bescheidenen Cliffhanger verzeihen! Ich poste es euch mal:

Netflix, "Zoo", Staffelfinale Season 1
Eine Armee der Tiere! Vereint gegen die Menschen. *uaaahhhh*, Quelle: http://www.cbs.com

Die Serie ist auf alle Fälle sehenswert, wie gesagt, wenn man sich nicht zu sehr in Plotfehler verbeißt und es einfach als stümperhaftes Vorgehen der Protagonisten verbuchen kann.

Quellenangaben:
http://www.cbs.com
http://www.filmstarts.de

One Reply to “Rezension Netflix Zoo, Staffel 1”

  1. Ich habe die erste Staffel auch gesehen und mir hat sie auch richtig gut gefallen. Netflix hat schon einiges zu bieten, auch wenn einem nicht immer alle Serien zusagen.

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