[Rezension] Ben Aaronovitch – „Die Flüsse von London“

Ben Aaronovitch - Die Flüsse von London
Ben Aaronovitch – Die Flüsse von London

Ich kanns nicht, ich kann Ben Aaronovitch wirklich nicht lesen.

Ich habe Ben Aaronovitch – „Die Flüsse von London“ begonnen und ich werde einfach nicht warm damit. Okay, ich habe beim Kauf den Klapptext gelesen und vermutlich bin ich voll auf das „Harry Potter“ angesprungen, aber letztlich finde ich das Buch nicht mitreißend. Mich interessiert reichlich wenig, was der junge Polizeianwärter so treibt. Ich fand den Einstieg ja noch ganz witzig, wie der Protagonist frierend um vier Uhr morgens einen Tatort bewachen muss und sich wahnsinnig freut, einen Zeugen für den Mord zu finden. Nur leider ist der Zeuge ein Geist. War witzig und auch ganz nett geschrieben.

Aber leider ist der Autor Ben Aaronovitch dermaßen langatmig und kommt innerhalb von 40 Seiten kaum zu Potte, dass ich wirklich nicht weiterlesen mag. Es tut mir wahnsinnig leid, der Klapptext klang so interessant…

Einzig positiv anzumerken: Ich als IT-ler habe mich endlich mal gefreut, dass durch das Herauszoomen verpixelter Überwachungskameras nicht alles erkennbar wird. Juchu! Und auch das man das nicht herausbekommt, indem man „die Binärdaten im Subnet checkt“. (A.d.A.: Kleiner IT-Seitenhieb Richtung der Serie „24“, haben wir herzlich gelacht!) Die Erklärungen waren soweit sehr schlüssig.

Schlussendlich: Ich glaube, der Stil ist einfach nicht meins. Vielleicht lese ich es irgendwann weiter, aber aktuell… geht überhaupt nicht.

Ich möchte dennoch eine kurze Inhaltsangabe machen.

Inhaltsangabe zu Ben Aaronovitch – „Die Flüsse von London“

Peter ist ein angehender Polizist und wird um 4 Uhr morgens aus dem Bett geklingelt um einen Tatort zu bewachen. Dafür werden nämlich gerne die Anwärter missbraucht. Ein Passant hat mitten in der Nacht eine enthauptete Leiche gefunden. Als Peter den Tatort bewacht, begegnet er einer Person, die behauptet, den Mord beobachtet zu haben. Nach kurzem Gespräch stellt sich heraus, dass es sich um einen Geist handelt. Peter nimmt pflichtschuldig die Aussage auf und möchte später mit seiner Kollegin nochmal den Geist aufsuchen, den sie leider nicht finden.

Da Peter am nächsten Tag in eine andere Einheit versetzt wird, beschließt er, den Mord selbst aufzuklären. Geister lassen ihm doch keine Ruhe und die Frage, warum er ihn gesehen hat, quält ihn. Die Geschichte nimmt damit ihren Lauf.

Stil von Ben Aaronovitch – „Die Flüsse von London“

Der Stil lässt sich prinzipiell gut lesen, wenn er auch sehr ausschweifend ist. Ben Aaronovitch – „Die Flüsse von London“ wird von einem ICH-Erzähler dominiert, der immer wieder seine Meinungen zum Geschehen einstreut. Man wird leider auch mit – wie ich finde – viel zu vielen Informationen zugebombt. Der Erzähler macht oft einen auf Erklärbär. Das lässt die Handlung nur sehr schleppend vorankommen und hat zumindest mir ordentlich die Lust verdorben. Mehr als eine Badewannenlese-Session hat Ben Aaronovitch – „Die Flüsse von London“ nicht gehalten. Sprich: ich habe das erste Kapitel geschafft und mag jetzt einfach nicht mehr weiterlesen. Das tut mir für den Autor sehr leid, denn ich lese meistens alles zu Ende. Aber wenn sich interessanterer Lesestoff findet, gibt es eben auch einen kleinen Abbruch-Buch-Stapel. :/

Abschließendes Urteil zu Ben Aaronovitch „Die Flüsse von London“

Letztlich hätte ich das Buch vielleicht einfach nicht kaufen dürfen. Ich weiß ja, dass ich grundsätzlich nichts mit Morden und Krimis anfangen kann, aber ein magischer Krimi hat durchaus etwas für sich. Dachte ich, dem war leider nicht so. Sorry, Ben. :/

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Quelle Cover: Deutscher Taschenbuch Verlag

One Reply to “[Rezension] Ben Aaronovitch – „Die Flüsse von London“”

  1. Ich liebe diese Reihe von Ben Aaronovitch, der übrigens auch schon Drehbücher für Doctor Who geschrieben hat, und kann dir nur raten, noch ein wenig länger durchzuhalten. 🙂
    Es wird nämlich noch wahnwitzig und magisch und total toll. (Ja, meine Meinung. Klar, kannst du völlig anders sehen..) 😉
    Anfangs ist es wirklich etwas lahm, aber die Geschichte wird einfach besser.
    Gib Peter noch eine Chance! 😉 Vor allem die Erklärung zu den Flüssen von London wird dich sicher begeistern. 🙂

    LG :-*

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