[Rezension] »Das letzte Königreich« von Bernhard Cornwell

»Das letzte Königreich« von Bernhard Cornwell
»Das letzte Königreich« von Bernhard Cornwell

Titel: »Das letzte Königreich« von Bernhard Cornwell
Autor: Bernhard Cornwell
Verlag: Rowohlt
eBook: ja

»Das letzte Königreich« von Bernhard Cornwell habe ich mir nur gekauft, weil ich die erste Staffel der dazugehörigen Netflix-Serie bereits verschlungen habe. Ich liebe es, die Buchvorlagen mit der Umsetzung zu vergleichen. Aber dazu später. Zunächst möchte ich noch einmal eine kurze Inhaltsangabe zum Buch »Das letzte Königreich« von Bernhard Cornwell geben.

Inhaltsangabe zu »Das letzte Königreich« von Bernhard Cornwell

Der junge Engländer – Nordumbrier um genau zu sein, da es Endland im Sinne von England noch gar nicht gab – Uthred von Bebbanburg erweist sich in in der Schlacht, bei der sein Vater getötet wird, als besonders mutig und greift die Dänen mit einem winzigen Schwert mutig an. Dies imponiert den Dänen Ragnar so sehr, dass er den Jungen statt zu töten, bei sich aufnimmt und als Dänen erzieht. Am Beispiel Uthreds beschreibt der Autor Bernhard Cornwell beispielhaft das Leben der Dänen in England, ihre Raubzüge und ihre Vorgehensweisen. Uthred wird als einer von Ragnars Söhnen erzogen, obwohl er natürlich immer weiß, wohin er gehört. Ragnar möchte ihm später zu seinem rechtmäßigen Erbe – Bebbanburg – verhelfen und ihn dort als »Dänen«-Freund herrschen lassen. Uthred nimmt an Ragnars Feldzügen teil, lernt zu kämpfen und wird ein richtiger Krieger.
Als Ragnar von Kjartan getötet wird, schwört Uthred Rache und wird über Umwege bei Alfred angespült. Dieser erkennt den Wert eines dänisch erzogenen Engländers und bindet Uthred mittels Heirat – und einem dazugehörigen Schuldenberg – an sich.
In diesem ersten Buch der Uthred-Reihe reift der junge Engländer zu einem stolzen Krieger. Aprospros Stolz: der steht dem stürmischen und sehr temperamentvollen Uthred desöfteren im Weg, genauso sein Hang zur Gewalt. Er verehrt – auch dann, als er bereits wieder unter Engländern lebt – die nordischen Götter. Ein Gott, der keinen Krieg mag, ist ihm suspekt.

Meine Meinung zu »Das letzte Königreich« von Bernhard Cornwell

Zunächst einmal, das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und wir erleben Uthreds dramatischen Werdegang aus nächster Nähe. Der Protagonist erzählt aus Sicht eines alten Mannes über seine jungen Jahre und man spürt deutlich, wie sehr er Ragnar, aber auch Alfred, verehrt. Cornwell folgt anhand Uthreds Leben den Ereignissen, die England auf dem Weg zu einem vereinten Königreich gehen muss. Dabei schildert er eindrucksvoll die dänische Lebensweise, ihre Liebe zur See und ihren Schiffen, ihre Wertschätzung untereinander und vor allem die Beziehung eines Herrn und seines Gefolgsmannes. Uthred schmiedet Schwerter, baut Schiffe, reinigt Schiffe, hilft bei den täglichen Arbeiten. Weiterhin wird er als Dolmetscher und auch als Spion von beiden Seiten eingesetzt.
Das Buch endet mit dem dramatischen Kampf Uthreds gegen Ragnar Lothbroks Sohn Ubba. Ragnar Lothbrok dürfte vielen ein Begriff aus der Serie Vikings sein. Und gerade das Auftauchen seiner Söhne in der Uthred-Reihe hat mich dazu bewogen, mich dieser Serie, den Büchern sowie der Netflix-Serie, überhaupt zuzuwenden. Der Kampf ist eindrucksvoll geschildert und Cornwell hat ein gutes Gespür für Dramatik und die Gefühle seines Uthreds.
Die NetFlix-Serie weicht natürlich etwas ab. So hat Cornwells Uthred langes, blondes Haar und geht damit als vollständiger Däne durch. In der Netflix-Serie hatte der dänisch anmutende Uthred sehr viele Schwierigkeiten unter den Engländern. Diese Probleme gibt es im Buch überhaupt nicht.
Aber alles in allem bin ich sowohl mit der Serie als auch mit dem Buch »Das letzte Königreich« von Bernhard Cornwell durchaus zufrieden und kann es jedem, der Vikings verschlungen hat und gerne mehr über die Eroberung Englands durch die Dänen und die Entstehung Englands überhaupt, erfahren möchte, nur sehr ans Herz legen.

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