Rezension Netflix Van Helsing, Staffel 1, 1-4

Netflix - Van Helsing
Netflix – Van Helsing

Bei Zombies und Vampiren trifft man bei mir ja bekanntlich den richtigen Nerv, so lag es auch nicht fern, dass ich sofort auf die neue Netflix-Serie Van Helsing ansprang. Ich mochte den Film mit Hugh Jackman vor ein paar Jahr(zehnten?) sehr gerne, wenn auch handlungstechnisch nicht sehr einfallsreich, so war er doch tricktechnisch ein Hochgenuss. 🙂 Für „Tanz der Vampire“ habe ich sowieso ein Faible seit es das erste Mal als Musical präsentiert wurde. Herrliche Musik, opulente Kostüme, dazu Blutsauger, was will frau mehr?

Zusammenfassung Van Helsing, Staffel 1, 1-4

Also musste ich mir „Van Helsing“ auf Netflix angucken. Okay, zu Beginn mutete die Serie schon wie ein billiger Abklatsch von „The Walking Dead“ an, die Protagonistin Vanessa verschläft die ersten Minuten erst einmal, während um sie herum die Zombies… äh Vampire… toben. Vampire sind eher die intelligente, schnelle, blutsaugende Variante der Zombies, zumindest in Van Helsing. Es wird der Action halber zwischen zwei Sorten unterschieden, entschuldigt, ich habe mir nicht die Namen gemerkt. Die einen sind mordlustige Bestien, die rumpöbeln und rumbeißen, die andere Sorte – man könnte sie auch als die höheren Vampire bezeichnen – sind die gefährliche, intelligente Variante, boshaft, mordlustig, dabei aber nicht ganz so animalisch.

Die Vampire haben irgendwie durch den Ausbruch der Yellowstone-Caldera – ihr wisst schon, der Supervulkan in den USA, dessen Ausbruch kurz bevor steht *augenroll’ – die Oberhand gewonnen. Man weiß noch nicht, ob damit irgendetwas freigesetzt wurde oder ob die Vampire nur die folgende Dunkelheit (wie beim Aussterben der Dinosaurier) begrüßen, denn da die Sonne verdunkelt ist, können sie auch am Tag gefahrlos herumstreifen und Menschen beißen. Der Biss verwandelt SOFORT, also auch hier wie bei den Zombies – aber eher wie bei World War Z, die berühmten 12 Sekunden. Herrlich, wie Bratt Pitt im losbrechenden Chaos die Sekunden zählt (über diesen Film muss ich dringend auch noch eine Rezension verfassen).

Die Gruppe um den Soldaten Axel und Vanessa, die bei der ersten Zombie… äh Vampirattacke aufwacht, vergrößert sich rasch. Es herrscht Uneinigkeit, Streitigkeiten und Hass, Charakterstudie ala Walking Dead.

Aber hier hören die Parallelen dann auf. Denn „Van Helsing“ präsentiert bereits nach der zweiten Folge den Messiah in Form von Vanessa, denn wenn Untote sie beißen und ihr Blut trinken, verwandeln sie sich – nicht immer – zurück in Menschen. Hallelujah! Damit sind wir bei der Lösung des Zombieproblems… äh, des Untotenproblems. Könnte man meinen, aber die Serie soll ja mehr als eine Staffel haben.

Vanessa will eigentlich von dem ganzen Problem nichts wissen und sucht ihre Tochter, die sie zu Beginn der Katastrophe verloren hat. Immerhin sind seitdem 3 Jahre vergangen, während sie untot – ohne Puls, aber auch ohne die erkennbaren Merkmale wie Totenstarre, etc, die auf ihr Ableben hinweisen – rumliegt und bewacht wird. Vanessa kann sich auch in Folge 4 endlich von der Gruppe absetzen und ihre Tochter suchen, sie findet zwar heraus, dass Dylan (was für ein bescheuerter Name für ein Mädchen) wohl die Wohnung nach Vanessas “Tod” verlassen hat, doch wird auf dem Rückweg zur Gruppe – die sich in einem Krankenhaus mit UV-Lampen verbarrikadiert hat – von Vampiren gefangen genommen. Die höheren Vampire haben mittlerweile von ihrer Existenz und ihren Fähigkeiten erfahren und wollen sie einfangen.

Meine Meinung zu Van Helsing von Netflix

Sodele, das ist der aktuelle Stand nach 4 Episoden. Die Serie ist ganz nett, aber kommt bei Weitem nicht an ähnliche Serien / Filme des Genres ran. Axel und Vanessa funktionieren als Team sehr gut, wobei ich nicht weiß, ob Axel nicht eher ein Faible für Doc hat – eine Ärztin, die er nach der Wandlung zum Untoten eingesperrt und mit seinem eigenen Blut *ieeehhhhh* ernährt hat. Die Untoten sind ebenfalls ganz nett, wir haben den typischen russischen Oberboss, ein paar um Aufmerksamkeit heischende Gebietsbosse… aber alles in allem ähnelt die Serie sehr The Walking Dead, nur eben dass es sich um intelligente und sehr schnelle Zombies handelt. Es gibt noch ein paar Nebencharaktere, die allerdings total unsympathisch sind. Mir ist nur Axel sympathisch, selbst Vanessa ist irgendwie selbstsüchtig drauf.

Die Schauplatzgestaltung ist sehr ansprechend und aufwendig, realitätsnah und wirkt sehr echt. Selbst die Klimaveränderungen durch den Supervulkan-Ausbruch sind sehr authentisch gemacht. Mir gefällt der Ansatz, den Messiahs gleich zu Beginn zu präsentieren. Bei TDW tappt man als Zuschauer ja auch noch nach 7 Staffeln im Dunkeln, bei Van Helsing reizt es, die Umsetzung der Lösung mal genauer zu betrachten.

Die abgewrackten Handlungsideen mit “verschwundener Tochter”, “sie ist die Rettung” und so stören mich sehr, einfach schon zu oft gesehen, zu oft dagewesen. Erfrischend allerdings ist die Idee mit der Zurückverwandlung. DAS ist neu und DAS reizt.

Ich kann noch nicht sagen, ob ich die Serie weiterschauen werde. Mal sehen. Für Genrefans ist die Serie auf jeden Fall etwas.

Quelle Foto: http://www.imdb.com

6 Replies to “Rezension Netflix Van Helsing, Staffel 1, 1-4

    1. Danke. 🙂 Ich muss sagen, die Serie gewinnt ordentlich an Fahrt. Die Gruppendynamik überzeugt und ist deutlich explosiver. Bei TWD habe ich eher das Gefühl gehabt, in der Gruppe gabs weniger Spannung, weil die Bedrohung durch die Zombies größer ist. Bei Van Helsing wird irgendwie noch einer draufgesetzt. Die Gruppenspannung ist größer und die Bedrohung durch die Vampire auch höher einzuschätzen.

  1. Ich finde die Serie schrecklich. Die Figuren (zumindest deren Charaktere) tausendfach gesehen, genau wie der Plot dazu. Auf die Charaktere wird kaum eingegangen. Sie bleiben oberflächlich und man kriegt keinen Bezug zu ihnen.

    Und das Schlimmste für mich – wie es bereits erwähnt wurde, sind die Vampire, die eigentlich Zombies sind.

    1. Hast schon recht, langsam nervt die Serie wirklich. 🙂 Der Anfang war noch ganz witzig und ich stehe ja bekanntlich auf Zombies. Aber so allmählich… Vor allem Staffel 2. Herrje… darüber möchte ich eigentlich keine Worte verlieren.

      1. Und wieso?
        Ich fand den Anfang der ersten Staffel etwas mühsam. Mittlerweile find ich dir Serie ganz gut. Nur irgendwie so vorhersehbar und einige Frage, die unbeantwortet bleiben.
        Aber das ist in dem Genre ja nunmal so. Man kann das Rad nicht neu erfinden.

      2. Mir fallen nur zunehmend unlogische Dinge auf…

        *Achtung, Spoiler!*

        Laut Rebecca wollen sie die Vampire zu “Daywalkern” machen können, mithilfe von Vanessas Blut. Der irre Balkandoktor hat aber mit Dylan ein “Modifikation” gemacht, dass ihr als Vampir Die Sonne nichts anhaben kann, dafür wird sie nach dem Biss durch Vanessa in der Sonne gegrillt….
        Wo die Unlogik ist?
        Wieso auf Vanessa warten, wenn der Arzt doch schon einen Weg hat? Dann werden die halt als Menschen gegrillt, als ob die Interesse haben sich zurückzuverwandeln. Da brauche ich keine renitente Vanessa van Helsing….

        Und noch mehr Dinge. Wieso wird jeder blutgeil und verliert die Beherrschung als Vampir, nur Axel nicht? Julius bedankt sich für die Rückverwandlung. Als hätte er es nicht genossen. Er hätte ja drum bitten können?
        Wieso heilen sich Vampire in normalen Szenen quasi sofort, aber wehe es geht im.Dylan, Die muss sofort Blut trinken. Saugt einen kompletten Mann leer (Sie etwa 1,60m; Mann 1,80m, Ich bin nach 1 Liter Cola schon satt mit 1,90m) und kann nicht heilen?
        Ich bitte euch…
        Ich frage mich ernsthaft, ob die Produzenten Lack gesoffen oder Bauschutt geraucht haben…

        Diese Serie ist so wahnsinnig inkonsequent, dass ich sie nur weiterschaue, weil sie ein gutes Trinkspiel ist…

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