Unsere unvergessliche Reise nach Südkorea
Die Anreise – 30 Stunden bis zum Ziel
Wir sind am 4.10. ganz zeitig aufgebrochen und haben meine Jüngste bei meiner Schwester abgeliefert. Leider konnte sie nicht mit wegen ihrer Erdnussallergie. Aber sie hat zwei ganz tolle Wochen bei ihrer Tante verbracht.
Dann sind wir weiter nach Berlin gefahren. Zunächst mussten wir das Auto auf einem Parkplatz etwas weiter außerhalb abstellen und wurden dann, sehr fix und unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln zum BER gefahren, wo wir meine Freundin getroffen haben.
Du erinnerst dich vielleicht noch daran, dass es vor einiger Zeit am BER Probleme mit dem Gepäck gab? Also wir hatten keine. Obwohl wir unsere Sachen so gepackt hatten, dass wir notfalls mit dem Handgepäck 14 Tage in Südkorea überlebt hätten. Pouh. Aber so war es einfacher, weil wir tatsächlich so viel Platz in den Koffern hatten, damit wir reichlich Souvenirs mitnehmen konnten.
Tja, und was soll ich sagen? Flug pünktlich, ruhig, alles perfekt. Wir sind ja nicht so die Vielflieger, eigentlich fliegen wir gar nicht. Da war so ein Langstreckenflug schon eine Herausforderung.
Ich habe spaßeshalber einen Timer mitlaufen lassen. Von der Haustür bis ins erste Hotel haben wir 30 Stunden gebraucht!
Ankunft in Seoul – Chaos und Herzlichkeit
Einzig in Incheon, dem Flughafen bei Seoul, gab es ein paar Einreiseprobleme. Nicht wir hatten die, sondern eine Mitfliegerin und wir standen zufällig in der Reihe hinter ihr. Toll, oder?
Unsere Kontaktperson vor Ort wurde auch schon ziemlich nervös und mein Telefon hat nicht sofort die E-Sim erkannt (wegen eines Leerzeichens!), also konnte ich ihr auch nicht antworten. hach Alles etwas chaotisch und nach fast 30h echt nervenaufreibend, aber als wir dann aus dem Flughafen raus sind, war fast alles vergessen. Wir hatten bisher ja nur per WhatsApp Kontakt, aber wir wurden sofort herzlich begrüßt und auf der Fahrt ins Hotel dann mit allem versorgt. Tickets, Vouchers, Listen. exploding head
Den Rest der Reise mussten wir allein bewältigen, was allerdings auch kein Problem darstellte. Im Nachhinein. Damals wusste ich das noch nicht und dachte, wir werden uns hoffnungslos verlaufen. g
Spoiler: Nichts dergleichen ist passiert!
Im Hotel angekommen haben wir dann noch einen Mini-Erkundungsgang der Umgebung gemacht und sind total erschöpft ins Bett gefallen. Aber hey, wir waren in Seoul! Wahnsinn!
Erste Tage in Seoul und Ausflug nach Nami-Island
Nach 2 Tagen Erkundungstour und einem Abstecher nach Nami-Island ging es von da aus nach Gyeongju. Dazu mussten wir mit der U-Bahn zu einem Busterminal weiter südlich fahren und sind dann mit einem Überlandbus 4h gefahren.
Gyeongju – Tempel und internationale Konferenzen
In Gyeongju hat vor ein paar Tagen eine große internationale Konferenz (APAC 2025) stattgefunden. Wir konnten bereits sehen, wie alles vorbereitet wurde. Dort haben wir eine Menge Tempelanlagen angeschaut, wollten ein paar Mal Hanbok tragen, also mein Mann, der Rest von uns nicht. g
Busan – Die Stadt, die mein Herz gestohlen hat
Zwei Tage später ging es dann nach Busan. Oh, je. Mein Herz ist dort geblieben, sag ich dir. Die Stadt hat es mir echt angetan. Es war zwar sehr warm, aber alleine das Flair, die Hochhäuser und Strandkombination. Irre. Wir sind ganz viel rumgelaufen, rumgefahren, haben das Gamecheon-Viertel besucht, eine Drohnenshow gesehen und sind durch dubiose Hafenviertel gelaufen, wo man echt Angst kriegen könnte. Aber da Südkorea ja eines der sichersten Länder der Welt ist, war alles safe. Und einen Nachtmarkt haben wir auch besucht, mit mega leckerem Streetfood.
Jeonju – Entspannung im historischen Dorf
Wieder zwei Tage später ging es dann per Überlandbus nach Jeonju, wo unser Hotel direkt gegenüber einem historischen Dorf lag. Leider haha war Wochenende und der Montag ein Feiertag, und das heißt? Na? Alles geschlossen. prust Hat uns aber nichts ausgemacht. Auch hier gab es wieder viele Tempel zu besichtigen, historische Orte und diesmal haben wir es etwas ruhiger angehen lassen. Denn wir waren dermaßen erschöpft. Es ging praktisch kaum noch was.
Das Taxi-Abenteuer
Bei unserer Abreise mussten wir zwangsläufig Taxi fahren, denn mit Koffern darf man in Südkorea nicht in den Bus. Tja, also haben wir uns vom Hotel 2 Taxen bestellen lassen und mussten uns aufteilen. Auf der Hinfahrt zum Hotel sind wir alle 4 in ein Taxi geklettert, mit Koffern auf dem Schoß. Nicht empfehlenswert. Also 2 Taxen für die Rücktour zum Bahnhof. Da mein Mann der einzige mit Koreanischkenntnissen ist, sind meine Freundin und ich in ein Taxi und meine Tochter und mein Mann ins andere. Wir haben lediglich in die Übersetzungsapp Bahnhof eingegeben und gebetet. Es waren abenteuerliche 10 Minuten, aber tatsächlich sind wir am Bahnhof wieder vereint worden. Was ein Abenteuer!
In Jeonju am Bahnhof sind übrigens so viele Deutsche rumgelaufen … ehrlich. Als wäre da ein Treffen gewesen, von dem wir nichts wussten.
Zurück in Seoul – Gangnam Style
Von dort aus sind wir mit dem KTX, dem koreanischen ICE, wieder nach Seoul gefahren. Dort kannten wir uns ja schon aus und unser Hotel lag diesmal im »Gangnam«-Viertel. Kannst du dich an den Song »Gangnam-Style« von Psy erinnern? Jep. Genau das Viertel. ^^ »Gangnam« heißt allerdings nicht viel mehr als »Südlich vom Fluss« und beschreibt eine hippe Lebensweise. Alles stylisch, teuer, exklusiv. Ähm, ja, genauso war das dort auch. Nicht unseres, aber trotzdem erlebenswert.
Wir haben dann noch den Lotte-World-Tower besucht, waren shoppen und eigentlich schon viel zu kaputt.
Heimreise und Fazit
Tja, und das war’s eigentlich fast schon. Der Rückflug war vollkommen entspannt und ich hab, bis auf eine Menge Erinnerungen und Erlebnissen, ein dickes Knie mitgenommen. Ist mittlerweile aber auch schon wieder gut.
So, das war mein sehr kurzer, und doch sehr langer, Reisebericht von Südkorea. Falls du mal hin willst, lass es mich wissen. Das Land ist der Wahnsinn und wir werden auf jeden Fall wieder hinreisen. Aber diesmal den Fokus auf Seoul und Busan legen. ^^
